Sie ist da, die DVD zum Konzert.

Wunderschöne Klänge in voller Länge. Wenn du Lust darauf hast, melde dich bei mir. Gerne sende ich dir eine Scheibe zu.

Dann hast du Genuss pur

 

Naturklänge in der Erdmannshöhle in Hasel

Traumhafte, mystische Musik tief in der Erde.

Wunderschöne Didgeridoos, die Fujara, indianische Flöten eingerahmt in den Rhythmus der Djembè.

 

Am 04. Juni 2016 um 18:00 Uhr war es soweit.

Acht internationale Musiker begleiteten Euch auf eine Traum- Reise in die Welt des Naturklangs.

Eine unheimliche Erfahrung für uns Musiker sich von der Begeisterung der Gäste tragen zu lassen.

Ein wirkliches "Gänsehaut" Erlebnis.

Soundbeispiel von Gioacchino Ragusa (Drums) und Bernhard Keller (Gesang und Didge)

 

 

 

Eine Geschichte der Erdmänner

 

Wo wir uns hier befinden, ist jedem klar.

 

Was allerdings nur wenige wissen. Diese Konzertbühne ist kein Bauwerk von Menschenhand. Die Erdmänner halten hier ihre Tänze ab. Sie tanzen nach dem Rhythmus ihrer Hacken und Pickel. Auch wir Menschen können dieses Hämmern und Klopfen hören, meine Frau und ich haben es gehört. Allerdings nicht hier drin in der Höhle. Draußen am Wegesrand nach Wehr, an der Stelle an der der Höhlenbach ans Tageslicht tritt und in die Hasel mündet. Das Plätschern des Wassers und die Trommeln aus dem Inneren der Höhle waren deutlich zu hören! Es war ihre Zeit. Die Erdmänner tanzten ihren Tanz. Kaum vorstellbar, aber so war es. Schon oft standen wir an der Stelle und rätselten woher das Wasser wohl kommen würde das hier so frisch aus dem Felsen sprudelt, aber Trommeln hörten wir bisher noch nie.

Die Erdmänner, wer kennt sie nicht? Nein, manche glauben es wären Hasler, falsch. Die Erdmänner waren bereits hier, da gab es noch keine Hasler oder Wehrer. Sie leben hier in der Höhle, tief drinnen, hinter engen Felsspalten, wo sie von den Haslern und Wehrern in Sicherheit sind. Ihre tausendjährige Aufgabe ist es, die Höhle immer weiter in den Berg hinein zu treiben. Doch gelegentlich kommt es vor, dass sie dabei zu weit nach oben, unter die Erdoberfläche, kommen. Dann rutscht schon mal ein Auto in ein einstürzendes Loch. Aber dafür haben die Hasler diese wunderschöne Höhle in der nicht nur unsere Musik zu hören ist.

Während der Proben glaubte einer von uns dort oben an der Treppe eine Bewegung gesehen zu haben. Zunächst beachtete er dies nicht. Dann ein anderer von uns, „he häsch da g’seh?“ Wir starrten alle wie gebannt auf das Ende der Treppe, aber nichts, keine Bewegung. Wir waren sicher, dass wir uns getäuscht hatten. Die Probe verlief immer in dem Gefühl als ob wir Zuschauer hatten. Ein schönes, ein wenig schauriges Gefühl.

 

Die Musik die ihr gleich hören werdet, ich bin sicher, sie gefällt den Erdmännern. Ihr Klang ist noch der, wie er schon vor tausenden Jahren zu hören war. Gefühlvolle und packende Rhythmen aus den ursprünglichsten Instrumenten dieser Erde. Das Yidaki, oder wie es wir nennen, das Didgeridoo. Ein Vermächtnis des großartigen Naturvolkes, der Aborigines in Australien. Leider können wir nicht ungetrübt auf dieses faszinierende Instrument blicken. Die Aborigines wurden verfolgt, niedergemetzelt, Familien auseinander gerissen, ihre Kultur zerstört und bis in die heutige Zeit werden sie unterdrückt. In ihrer Entwurzelung leben viele von ihnen am Rande der Gesellschaft. Dafür werden sie erneut verachtet.

 

In diesem Bewusstsein spielen wir ihr Instrument, mit Leidenschaft und voller Gefühl.

Das Ensemble

 

Ein weniger bekanntes Instrument ist die Fujara. Eine Schnabelflöte aus der Slowakei. Die traditionelle Hirtenflöte ist zweigeteilt. Sie wird durch das Luftleitungsrohr eingeblasen. Die Luft gelangt über Kanäle ins Flötenrohr. Die Fujara ist wie das Alphorn und das Didgeridoo ein Naturton Instrument. Die Fujara, liebevoll interpretiert von Gèrard Widmer.

 

Ein weiterer Spezialist den ich euch vorstellen möchte ist ein Flötenbauer. Wie sehr er in seine indianischen Flöten verliebt ist seht ihr beim Betrachten der einzelnen Kunstwerke. Jedes von ihnen ist ein handgefertigtes Unikat. Und so wie er sie fertigt, so spielt er auf ihnen. Heute für euch, Helmut Gollmann.

 

So, und jetzt zu unseren beiden Uhrwerken, den Taktgebern. Es ist ein Genuss für jeden Musiker, von ihnen begleitet zu werden. Sie bringen unsere Melodien rhythmisch zum leuchten. Die Trommeln garantieren den Weg der Musik vom Ohr ins Blut. Viele kennen sie, Gioacchino Ragusa und Jörg Mulle.

 

Die Didgeridoo- Spieler

Sie ist auf den nationalen und internationalen Konzertbühnen in Europa bis Australien zu hause, unsere Monika Güttinger. Wer sein Spiel vertiefen will, kann es bei ihr lernen.

 

Ein Allrounder, der vor nichts zurück schreckt. Alles was „tönt“ wir von ihm gespielt. Ob Tasten, Blasen oder Schlagen. Als Basisinstrument das Didgeridoo. Professionalität, Inspiration, die Ideenquelle Patrick Frey.

 

Einzigartig, seine Instrumente erinnern an Tibetanische Mönche. Der Anblick seiner Didgeridoos erzeugen den Ahhh- Effekt, und zwar der der von ganz unten kommt! Und von so weit unten kommt auch der Sound. Geniest den Sound von Michael Jörin und seine Kupfer- Didgeridoos.

 

So, und jetzt noch ein Satz zu mir. Ich heiße Bernhard Keller, und ich bin auch ein Spezialist!

Bei mir können Interessierte das Didgeridoo spielen lernen. Und wer es intensiver mag, der kann mit mir sein eigenes Instrument bauen. Ich baue meine Yidaki selbst.

 

Am Ende der Einleitung möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei der Gemeindeverwaltung Hasel mit ihrem Chef Herr Helmut Kima, der auch die Idee für das Höhlenkonzert hatte.

 

Seiner Mitarbeiterin Frau Edith Lohmüller ein besonderes Dankeschön. Sie war jederzeit eine freundliche Ansprechpartnerin und Türöffner bei vielen Problemlösungen.

 

Eine wichtige Anmerkung noch:

Essen und Trinken werden im Anschluss im angrenzenden Grillschopf angeboten. Der Freundeskreis Granja el Ceibo heißt euch herzlich willkommen. Der Erlös geht an das Heim Granja el Ceibo in Argentinien.

 

Und jetzt liebe Gäste, wünsche ich euch, uns und den Erdmännern ein angenehmes und spannendes Klangerlebnis. Eine Reise in die zauberhafte Welt der Naturklänge und der Obertöne.